Die Initianten behaupten

Dank der freien Schulwahl hat jedes Kind Zugang zur Schule, die seinen jeweiligen Bedürfnissen am besten gerecht wird.

Fakt ist

Das Bildungsangebot wird durch den Lehrplan festgelegt. Inskünftig soll es zudem nationale Bildungsstandards geben. Diese gelten auch für die «Freien Schulen». Deshalb kann dieses Versprechen gar nicht eingelöst werden. Zudem: Jedes Kind hat eigene, unterschiedliche Bedürfnisse und konsequent zu Ende gedacht, müsste es deshalb für jedes Kind eine eigene Schule geben.

 

 

Die Initianten behaupten

Dank der freien Schulwahl können Eltern unabhängig von ihren finanziellen Verhältnissen selber wählen, ob sie ihr Kind in einer öffentlichen oder einer «Freien Schule» unterrichten lassen wollen. Sie erhalten so mehr Erziehungs- und Bildungsmitverantwortung.

Fakt ist

Alle anerkannten Schulen unterrichten nach dem gültigen Lehrplan des Kantons Zürich. Durch die freie Schulwahl würde es aber Schulen geben, die dank einem zusätzlichen finanziellen Engagement der Eltern etwas mehr bieten können. Dies führt zu einer Entmischung unter den Kindern und letztlich zu einer Zweiklassengesellschaft, in welcher viele Eltern aufgrund ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit eben gerade keine Wahl mehr haben.

 

 

Die Initianten behaupten

Dank der freien Schulwahl werden die «Freien Schulen» durch Pro-Kind-Pauschalen gemäss den Durchschnittskosten an staatlichen Schulen finanziert. Diese gleiche Finanzierung aller Schulen führt zu einem pädagogischen Wettbewerb und verbessert die Qualität der Schule für alle.

Fakt ist

Durch die Pro-Kopf-Finanzierung werden der Volksschule Mittel entzogen, die diese aber dringend braucht. Weniger Mittel führt mittelfristig zu einer Verschlechterung der Qualität der Schule für alle. Bis heute gibt es keine Untersuchung, die belegt, dass ein pädagogischer Wettbewerb die Qualität an den Schulen steigert, im Gegenteil.

 

 

Die Initianten behaupten

Dank der freien Schulwahl wird die Autonomie und Qualität der Schulen gestärkt und der Verwaltungsaufwand vermindert.

Fakt ist

Die «Freien Schulen», welche inskünftig Steuermittel erhalten, müssen durch die öffentliche Hand auf ihre Qualität und Einhaltung des Lehrplans kontrolliert werden. Dies führt zu einer massiven Steigerung des bürokratischen Aufwands und zu höheren Verwaltungskosten.

Urs Loosli, 

Präsident Sekundarlehrkräfte des Kantons Zürich
 

Unsere Volksschule ist ein kostbares Gut. Tragen wir Sorge zu ihr. Unsere Kinder werden es uns danken.